Juli 22

P2P Kredite: Lohnt sich das Investieren in Privatkredite? 💰📈

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P2P Kredite sind in aller Munde und insbesondere bei jüngeren Anlegern sehr beliebt. Auch ich habe mich dazu entschieden, diese Anlagemöglichkeit auszuprobieren. Bevor ich das tue, möchte ich aber hier einen ganz kurzen Überblick geben, der nicht nur (hoffentlich) für dich als Leser interessant ist, sondern auch für mich als kleine Investmenthilfe dient.

Insbesondere möchte ich dabei auf die generellen Vor- und Nachteile dieser Assetklasse eingehen und dir am Ende dann verraten, mit welcher Plattform ich den Test starten werde.

Was sind eigentlich P2P Kredite

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Die Abkürzung “P2P” steht für das Englische “peer to peer” und kann man wohl am ehesten mit “von Gleich zu Gleich” übersetzen. In unserem Fall bedeutet es, dass Privatpersonen anderen Privatpersonen einen Kredit geben.

Damit dieser Privatkredit zustande kommt, braucht es in aller Regel eine Plattform, die Investoren und Kreditnehmer zusammenbringt. Die bekanntesten dieser P2P-Plattformen sind wohl Mintos*, Bondora und Estateguru.

Natürlich gibt es noch einige weitere Plattformen und jede davon arbeitet nach ihrem eigenen Konzept. Wer also überlegt, hier ebenfalls zu investieren, der sollte sich definitiv vorab darüber informieren, wie die Plattform seiner Wahl arbeitet.

Das hat mich bisher abgehalten

Wenn uns jemand 10% Zinsen und mehr für einen Privatkredit anbietet, dann brauchen wir uns nichts vormachen: Hohe Rendite kommt von hohem Risiko. Wer in einer Welt, die ansonsten Zinsen nahe 0 verlangt, so hohe Zinsen zahlen muss, der ist sicherlich kein sicherer Top-Schuldner. Man muss damit rechnen, dass hochverzinste Privatkredite auch ausfallen können.

Manche Kreditunternehmen bieten zwar “Rückkaufverpflichtungen” an. Aber auch hier muss klar sein, wenn hier kein Geld mehr ist, bringen auch Verpflichtungen nicht viel…

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Neben Kreditnehmern und eventuellen Kreditunternehmen sind wir als Privatinvestoren natürlich auch immer von der Plattform abhängig, über welche wir diese Geschäfte eingehen.

Und es handelt sich hier eben nicht um Banken und Einlagen mit Einlagensicherung. Bei P2P-Plattformen brauchen wir eine extra Portion Vertrauen in deren Zahlungsfähigkeit und Integrität.

Damit steigt im Vergleich zum direkten Aktieninvestment die Anzahl an Akteuren, von denen die Sicherheit meiner Investition abhängt. Das führt zu hohem Risiko, welches nur durch hohe Diversifikation abgemildert werden kann.

Dann gibt es da noch einen dritten Punkt, der mich als langfristig orientieren Investor abgeschreckt hat: Wenn ich einen Kredit zu 10% Zinsen begebe, wird es sicherlich nie mehr als 10% Rendite werden. Ganz im Gegenteil die Rendite wird sehr wahrscheinlich etwas geringer ausfallen.

Im Gegensatz zum Eigenkapitalinvestment ist beim Fremdkapitalinvestment die Rendite nach oben hin gedeckelt. Gleichzeitig können beide Investments im Extremfall komplett ausfallen.

Das spricht für P2P Kredite

Bei allem Risiko würde es P2P Kredite natürlich gar nicht geben, wenn es nicht auch gute Gründe geben würde, die für sie als Investment sprechen. Und der erste gute Grund für Privatkredite ergibt sich eben aus dem Risiko: sie versprechen hohe Renditen – plain and simple.

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Außerdem ist da der positive Track Record der großen Plattformen Mintos und Bondora.

Bei meiner Recherche ergab sich ein Bild, das von insgesamt guten Renditen, bei überschaubaren Ausfällen geprägt war. Auch die Schwierigkeiten in der Corona-Krise wurden einigermaßen gut gemeistert, sodass einige Anleger zwar mit einer Nullrunde in 2020 leben mussten, aber – zumindest bei genannten Plattformen – keine eklatanten Verluste erleiden mussten.

Ein dritter Vorteil liegt dann doch noch im Fremdkapitalcharakter der Anlageform begründet. P2P Kredite sind durch feste Zins- und Tilgungstermine deutlich planbarer als es der Aktienmarkt ist. (Wobei diese natürlich auch mal ausfallen können.)

Insgesamt sollte die Korrelation mit dem Aktienmarkt allerdings überschaubar bleiben. Damit eignet sich diese Assetklasse hervorragend für die Diversifizierung eines Aktien-/ETF-Portfolios, weil man die Schwankungen abfedern kann, ohne auf hohe Renditen verzichten zu müssen. Und wer weiß, vielleicht kommt der Tag, an dem man schnell etwas Geld aus seinen Investments abziehen muss, obwohl der Aktienmarkt gerade am Boden liegt…

Das werde ich jetzt machen

Nach langem Hadern mit dem Thema P2P Kredite habe ich mich nun dazu entschlossen, es einfach mal auszuprobieren. Um die besprochenen Risiken zu streuen, werde ich möglichst breit in viele verschiedene Kredite investieren. Das ist bei den meisten Plattformen bereits ab 10€ je Kredit möglich. Perspektivisch werde ich wahrscheinlich auch auf mehrere Plattformen streuen, um das Plattformrisiko zu verringern.

Beginnen werde ich allerdings damit, dass ich einfach mal 1.000 € auf der Plattform Mintos* investiere und dann schaue, wie sich das Ganze entwickelt.

Für Mintos habe ich mich deshalb entschieden, weil es a) der Markführer ist, b) als Plattform sehr geringes Risiko aufweist, da Mintos lediglich Kredite vermittelt und c) mir als Investor ein Maximum an Flexibilität verspricht.

Zu letztgenanntem Punkt gehören z.B. eine Auto-Invest-Funktion, die ich selbst nach meinen Vorstellungen anpassen kann, Rückkaufverpflichtungen der Kreditanbahner und ein Sekundärmarkt, auf dem Kredite kurzfristig abgestoßen werden könnten.

Sobald erste Ergebnisse sichbar sind, werde ich diese als kurzen Erfahrungsbericht entweder hier oder auf YouTube natürlich teilen.

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Wie sieht es mit deinen Erfahrungen mit P2P Krediten aus? Bist du bereits investiert bzw. kommen diese für dich als Beimischung für dein Depot in Frage?

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Tags

Mintos, P2P, P2P Kredit, Privatkredit, Zinsen


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